Gebäude zu Beginn der Sanierung
Jugendzentrum nach Abschluß der Sanierung
Die bisherige Erfahrung zeigte, dass die unterschiedlichen Ethnien unter den
Jugendlichen sich nur schwer spontan und unbegleitet zu gemeinsamen Gruppen und
Aktivitäten zusammenfinden. Es war notwendig, über spezifische Angebote
Zugänge zu den unterschiedlichen Jugendgruppen zu finden, um diese so an gemeinsame
Aktivitäten heranzuführen. Das bisherige Jugendzentrum in der Stadtmitte war
aufgrund seiner begrenzten Räumlichkeiten nicht in der Lage, die notwendigen
ausdifferenzierten Angebote zu realisieren. Insbesondere war die Arbeit mit unterschiedlichen
Gruppen räumlich nicht möglich, das vorhandene Jugendzentrum wurde nahezu
ausschließlich von einer ethnischen Gruppe genutzt.
Aus diesem Grund wurde am Standort Röntgenweg außerhalb des Projektgebietes
derzeit ein neues Jugendzentrum errichtet.
Wie bereits beschrieben, war es notwendig, unterschiedliche Angebote für
die verschiedenen ethnischen Gruppen vorzusehen. Nur auf diese Weise konnten
die bislang
bestehenden Zugangsschwellen überwunden werden. In der Konsequenz bedeutete
dies, dass für die unterschiedlichen Gruppen jeweils eigene Gruppenräume
vorgesehen wurden.
Gleichzeitig wurden Begegnungsflächen hergestellt, um begleitete Kontakte
zu ermöglichen und zu fördern. Es ist zu betonen, dass auf einzelne
Ethnien bezogene Angebote stets und ausschließlich als Zugangsmöglichkeit
für die Zielgruppe vorgesehen werden. Die Arbeit in den Gruppen ist
darauf gerichtet, aus stabilisierenden Gruppen heraus das interkulturelle
Miteinander
über die gemeinsamen Aktivitäten so zu erlernen, dass themenspezifische
Angebote die zielgruppenspezifischen Angebote ergänzen bzw. ersetzen
können.
Das Jugendzentrum wurde am 15.10.2004 eröffnet und hat einen außergewöhnlichen
Zuspruch. Eine Vielzahl von Angeboten und kulturellen Veranstaltungen sowie das Jugendcafe
Babylon locken die Besucher an.